1. Runde Kreispokal – eine gute Bilanz

Die erste Runde des Stormarner Kreispokalwettbewerbes ist mit einer großen Zahl durchgeführter Spiele in der vergangenen Woche mit einer aus Schiedsrichtersicht zufriedenstellenden Bilanz über die Bühne gebracht worden. Neben den Zahlen zu den Spielen, blicken wir auf ein paar besondere Einzelentscheidungen. Die verbliebenen drei Spiele der ersten Runde werden in den nächsten Tagen gespielt.

In bislang 13 Spielen, die naturgemäß mit viel Kampf und Einsatz, sowie einer gesunden Portion Überraschung („Im Pokal ist alles möglich“) gespielt werden, mussten die Schiedsrichter insgesamt 46 Verwarnungen aussprechen. Das sind 3,53 Verwarnungen pro Spiel im Durchschnitt. Damit ist das normale Liganiveau an Verwarnungen gehalten.

Auch wenn die Zahl an Feldverweisen etwas hoch wirkt, ist auch sie auf einem normalen Niveau, da mehr als doppelt so viele Spiele in der ersten Runde stattfanden, als an einem normalen Ligaspieltag. Insgesamt neun Spieler erlebten das Spielende auf Grund einer zweiten Verwarnung und dem daraus resultierenden Ausschluss mittels gelb/roter Karte nicht mehr mit. Drei Spieler mussten nach einer glatt-roten Karte früher zum duschen gehen.

Alle drei rote Karten resultierten dabei aus groben Foulspielen, bei denen ein Spieler ohne Chance auf den Ball in seinen Gegenspieler hineingegrätscht ist. Zwei Spieler zeigten sich auch direkt einsichtig. Ein Spieler nutzte „die Gelegenheit“ und bedrohte den Schiedsrichter und sein Gespann auch noch nach dem Spiel, indem er dem Team bei der Abreise auflauerte. Dieses zusätzliche Verhalten wurde vom Schiedsrichter entsprechend gemeldet und dem Sportgericht zur Entscheidung übermittelt.

Eine Frage, die viele unserer Schiedsrichter in diesen Tagen gestellt bekamen, lautete, ob die ausgeschlossenen Spieler denn nun für das nächste Pokalspiel oder auch für den Ligabetrieb gesperrt seien. Diese Frage kann kein Schiedsrichter beantworten, da diese Entscheidung vom Sportgericht im Urteil gefällt wird.

Eine besondere Idee hatte ein Spieler in einem der vielen Pokalspiele. Nach einer Entscheidung, die ihm augenscheinlich nicht gefiel, rannte er zum Schiedsrichter und brüllte ihn an, dass er selbst auch Schiedsrichter sei und das Verhalten des Schiedsrichters dem Verband melden werde. Dieser Versuch, den Schiedsrichter umzustimmen oder unter Druck zu setzen, verhallte. Der Schiedsrichter seinerseits nutzte auch hier die Möglichkeit, das Verhalten des Spielers zu melden. Wie so oft stellte sich ganz schnell heraus, dass dieser betroffene Spieler kein Schiedsrichter ist und auch nie war. Sollte er dies hier lesen, sei er aber herzlich eingeladen, dies im nächsten Januar zu ändern. Alle Infos erhältst du auf dieser Homepage unter „Anwärterlehrgang“.

Drei Pokalspiele stehen in der ersten Runde noch aus. Danach geht es nahtlos weiter mit den Achtelfinals. Wir wünschen allen Spielern bei den weiteren Runden viel Erfolg und unseren Schiedsrichtern den traditionellen Schiedsrichtergruß „Gut Pfiff“. Wir hoffen, dass die weiteren Runden ähnlich positiv verlaufen!