Herzlich willkommen bei den Schiedsrichtern im KFV Stormarn

"Die Leistung eines Schiedsrichters ist mit irdischen Gütern nicht zu bezahlen." Mit den Worten des ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichters Walter Eschweiler im Hinterkopf haben es sich die Schiedsrichter im Kreisfußballverband Stormarn zum Ziel gesetzt, ihre Leistung stetig zu fördern und zu steigern, denn "wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein". Trotzdem kann und wird man sicherlich immer über Schiedsricher-Entscheidungen zu diskutieren haben, da aus verschiedenen Blickwinkeln die Entscheidungen häufig ganz verschieden aussehen.

Diese Internetseite soll ein Teil der Leistungsförderung und -entwicklung sein. Viele für uns Schiedsrichter interessante Informationen sind abrufbar. Der nächste Lehrabendtermin wird bekanntgegeben, zusätzlich kann man seine Regelkenntnis mit den im KFV Stormarn herausgegebenen Regeltesten schulen und vieles mehr. Du möchtest Schiedsrichter werden? Alle Informationen zum Anwärterlehrgang bekommst du auf dieser Seite, ebenso findest du deine Ansprechpartner in den Vereinen. Viel Spaß beim Besuchen unserer Internetpräsenz.

Herzlichst,

Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses



26.08.2016
 

Auch Schiedsrichter haben Freunde

Tralau Bei einem A-Klassen Fußballspiel stand eine Gruppe von zehn Zuschauer beisammen und feuerten den Schiedsrichter an. Auch gab es mal Kritik von der Gruppe. Man wunderte sich schon, warum nicht eine der beiden Teams angefeuert wurde. Dann kam das „Geheimnis“ heraus: Schiedsrichter Robert Schildmeier (VfL Tremsbüttel) wurde zu seinem Junggesellenabschied abgeholt. Aber zuerst musste der 35 jährige noch das torreiche Spiel (4:6) über die Bühne bringen, was er auch sehr gut machte. „Etwas überrascht war ich schon“, äußerte er sich. Und zuerst auch verwundert, dass seine Freunde „diesem Spiel beiwohnten“. In zwei Wochen will er seine Bianca zum Traualtar führen. Am Samstag ging es erst einmal nach Bargteheide zum gemeinsamen Essen. Dann fuhr die Gruppe nach Lütjensee zur Beach – Party. Es war auch gut, dass Robert Schildmeier kein Spiel am Sonntag hatte!

Text & Foto: Klaus Unger, erschienen im Nordsport/SHFV-Magazin am 22.08.2016


26.07.2016
Susann Kunkel berichtet

Eindrücke der Europäischen Polizeimeisterschaften der Frauen in Prag

Anfang April erreichte mich ein Anruf des DPSK (Deutsches Polizeisportkuratorium) und man bat mich Deutschland als Schiedsrichterin bei der Polizeieuropameisterschaft im Juni in Prag zu vertreten. Bedingung hierfür war, dass man in der höchsten Frauenspielklasse des Landes pfeifen darf. Ohne lange zu zögern, sagte ich zu.

Gespannt was und vor allem wer mich dort erwartet, reiste ich gemeinsam mit der deutschen Auswahl nach Prag.

Schnell stellte sich heraus, dass das Niveau der eingesetzten Schiedsrichter sehr beachtlich war. Neben zwei jungen Polizeibeamten aus Amsterdam, einem Assistenten aus der 1. Tschechischen Liga, waren außerdem zwei Fifa-Schiedsrichterinnen aus Tschechien, eine Fifa-Schiedsrichterin aus England sowie ein Fifa-Schiedsrichter und Fifa-Assistent aus Dänemark eingesetzt.

Nach dem Anreisetag erwartete ich mit Spannung die ersten Ansetzungen. Ich hatte lediglich eine Vorstellung des Spielniveaus der deutschen Mannschaft, da mir einige Spielerinnen aus der 1. und 2. Frauenbundesliga bekannt waren. Vor den ersten Spielen besprachen wir gemeinsam noch die Regeländerungen und die „Big Points“ der Spielleitungen. Alles natürlich auf Englisch.

Mein erstes Spiel sollte auch das erste Spiel des Turniers überhaupt sein: Tschechien – Großbritannien. Das Spiel war schnell für Tschechien entschieden (Entstand 4:1). Die Spielerinnen stellten mein Team und mich nicht vor große Anforderungen. Lediglich zwei knifflige Entscheidungen (Notbremse ja/nein, Handspiel vor einer Torerzielung ja / nein) hatte ich zu treffen.


Eröffnungsspiel Tschechien – Großbritannien

Am Abend jedes Spieltages trafen wir uns zur Analyse der einzelnen Spiele. Zum Teil stand uns hierfür Videomaterial zur Verfügung. Es wurden dabei auch Unterschiede zwischen Fifa und DFB deutlich. Die Fifa möchte z.B. eine sehr reduzierte Gestik ihrer Schiedsrichter sehen. Gesten, die bei uns normal sind, z.B. nach einer Torerzielung, sind nicht erwünscht und können auch missverständlich wirken. Da ich nicht nur als Schiedsrichterin, sondern auch als Assistentin und 4. Offizielle zum Einsatz kam, hatte ich die Möglichkeit zu sehen, wie andere zum Teil international tätige Schiedsrichter/innen auf dem Platz agieren.

Da wir drei Tage am Stück jeweils zwei Spiele am Tag hatten, war ich sehr froh, dass der Freitag dann spielfrei war. Den Tag nutzte ich um mit der deutschen Delegation und Auswahl die geschichtsträchtige Prager Botschaft zu besuchen. Sehr freundlich wurden wir von den Mitarbeitern und dem Botschafter selbst empfangen. Ein Dokumentarfilm über die Ereignisse im Jahr 1989, eine Führung durch die Räumlichkeiten, den Garten und den „Genscher-Balkon“ werde ich nachhaltig in Erinnerung behalten. Der Tag wurde dann noch mit einem Bummel durch die Prager Altstadt abgerundet.


Die deutsche Mannschaft und Delegation mit dem Botschafter vor dem „Genscher“-Balkon im Garten der Botschaft

Am darauffolgenden Wochenende standen dann noch die Finalrunde und die Platzierungsspiele an, die geprägt waren von dem Satz der lieben Fifa-Assistentin und Gastgeberin, Lucie Ratajova: „The Germans always win“. Sie behielt Recht. Das Turnier wurde souverän von der deutschen Mannschaft gewonnen.


Halbfinale zwischen Frankreich und Tschechien mit dem Schiedsrichter Alexander Bos (NL) und Jakob Bille (DN)

Auch für mich war das Turnier ein absoluter Gewinn. Das Turnier war mit 9 Spielen in 5 Tagen körperlich und mental fordernd. Meine Englischkenntnisse konnte ich verbessern und ich durfte meine ersten Erfahrungen als Schiedsrichterin mit dem Headset auf dem Platz machen. Ganz nebenbei lernte man natürlich diverse interessante Menschen, Polizeibeamte, Sportlerinnen und Schiedsrichterkollegen aus ganz Europa kennen. Ein tolles Erlebnis!

Wer weitere Eindrücke inkl. Videos und Bilder bekommen möchte, kann die Seite www.policefootball.com besuchen.

Susann Kunkel, SV Eichede

Fotos zur Verfügung gestellt von Susann Kunkel


19.06.2016
Zweiter Anwärterlehrgang

Last-Minute-Anwärterlehrgang

Kurz vor dem Stichtag, an dem die Zählschiedsrichter eines jeden Vereines gezählt werden, haben fünfzehn Schiedsrichteranwärter aus den Kreisen Stormarn, Herzogtum-Lauenburg, Segeberg und Ostholstein ihre Schiedsrichterprüfung erfolgreich abgelegt.

Erstmalig seit einigen Jahren bot der Schiedsrichterausschuss Stormarn wieder einen Anwärterlehrgang in der Sommerpause an, terminlich so gelegt, dass die neuen Anwärter in der neuen Saison schon als Zählschiedsrichter unter Vorbehalt zählen können.

Das Teilnehmerfeld war hier durch die Teilnahme von vier verschiedenen Kreisfußballverbänden bunt gemischt, der jüngste Teilnehmer war gerade zwölf Jahre alt, der älteste Mitte 30. Wenngleich alle Teilnehmer mit einem fußballerischen Hintergrund zum Lehrgang antraten, so brachte der 32-jährige Allaedine Alani aus Cismar eine besondere Verbindung zur Schiedsrichterei mit. Sein Vater, heute im Ruhestand, war in vergangenen Zeiten FIFA-Schiedsrichter in Algerien und hat Spiele auf dem ganzen afrikanischen Kontinent geleitet, ehe er auf gleicher Ebene Schulungen für Schiedsrichter mitgestaltete.

Allaedine, aber auch alle anderen Teilnehmer des Lehrganges haben an zwei Wochenenden intensiv gearbeitet und Regeln gepaukt. Dabei setzte der Lehrstab um Schiedsrichter-Lehrwart Michael Spitzmacher wenig auf trockenen Frontalunterricht, dafür umso mehr auf praktische Arbeit mit Rollenspielen sowie das seit zwei Jahren genutzte Online-Lernen von zuhause. „Der Lehrgang war sehr kurzweilig und hat viel Spaß gemacht“, urteilte der neue Schiedsrichter-Anwärter Jörg Stuckmann aus Ahrensburg.

Dass sich Spaß und effektive Arbeit kombinieren lassen, zeigt das Ergebnis. Insgesamt vierzehn Schiedsrichter und eine Schiedsrichterin werden in den kommenden Wochen ihre ersten Spiele leiten. Ein Anwärter wird nach einer Nachprüfung noch hinzukommen. Lehrgangsbester wurde in diesem Jahr Lennart Andresen vom SSC Phoenix Kisdorf. Er löste alle Fragen fehlerfrei und erreichte die Höchstpunktzahl 60.

„Die Zusammenarbeit mit den anderen Kreisfußballverbänden hat sich gelohnt“, stellt KSO Björn Gustke abschließend fest. „Hätten wir den Lehrgang nur im KFV Stormarn angeboten, wäre er wegen zu weniger Teilnehmer vermutlich nicht zustande gekommen.“ Der nächste reguläre Schiedsrichter-Anwärterlehrgang wird im Januar 2017 stattfinden.


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